Kongregation der Franziskanerinnen Erlenbad e.V.
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Kongregation der Franziskanerinnen Erlenbad e.V.
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77880 Sasbach

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Wir Franziskanerinnen

 

 

Hier in einem der ältesten Portraits schaut uns

hl. Franziskus in die Augen

und spricht uns an-

vielleicht mit Worten ähnlich wie die des folgenden Gedichts.

 

Sind wir bereit sie zu Herzen

zu nehmen?

 

 

Corona der Schöpfung

 

Der Mensch gab sich selbst

den Ehrentitel:

Krone der Schöpfung.

 

Die Erde erlebt das anders.

Wir bewohnen sie nicht länger

als einen Wimperschlag

ihrer Geschichte

und schon haben wir sie

gründlich ausgebeutet.

In die Enge getrieben

Tiere, Pflanzen und Mitmenschen.

Verschmutzt und vergiftet die Elemente.

 

Die Erde will uns Heimat sein.

Sie birgt genug für unsere Grundbedürfniss

aber nicht für die Gier von so vielen,

nicht für die Maßlosigkeit der Wohlhabenden.

Ihre Schätze sind kostbar und begrenzt.

 

Corona der Schöpfung:

das ist ein Weckruf an uns alle!

 

Corona trifft uns alle:

Einige Gewinner, viele Verlierer,

manche erwacht, andere versteinert,

verbohrt, vereinsamt, verstorben.

Fast alle versehrt.

Der Ruf wird laut,

alles solle wieder normal sein.

Alles? Bloß nicht!

 

Die Erde ist krank.

Unsere Systeme sind krank.

Wir aber wollen doch alle gesund sein.

 

An Corona spalten sich die Geister.

Notwendend wäre aber

ein gemeinsamer, guter Geist.

 

Wenn die Maskerade vorbei ist:

Was lernen wir aus dieser Lektion?

 

Geben wir unsere Kronen ab!

Ent-thronen wir uns!

Mut zur Demut!

Nehmen wir sie endlich an,

die Verantwortung für den Garten Eden!

 

Wir haben nur dieses eine Leben

auf dieser einen Erde.

Wir sind nicht allein und

nach uns will auch noch Leben werden.

 

Miriam Falkenberg

Wie sie in unserer judeo-christlichen Tradition

bekannt sind, finden die Gebote Gottes

im folgenden Text eine herausforderne Interpretation

für unsere moderne Zeit.

Besonders während wir weiterhin versuchen

mit der Pandemie zu leben,

gibt es endlos viele Fragen

im Bezug auf das Leben auf Erden.

Vielleicht ist es hilfreich, wenn wir uns

ganz persönlich fragen:

              Was hat Gott uns- jede*m von uns -

           mit diesen Geboten in die Hände gelegt?

In Deine Hände gelegt

 

Ich bin der Herr, dein Gott. Die Güter der Welt habe ich in eure Hände gelegt. Du wirst jedem deiner Mitmenschen lassen, was er zu Leben braucht.

 

Bedenke, dass das Haben nicht glücklich macht.

Es ist nicht dein Verdienst, dass es dir gut geht und dass du zum wohlhabenden Teil der Menschheit gehörst.

Die Welt, in der du lebst, ist die Welt aller: der Reichen und der Armen, der jetzigen und der kommenden.

Alle Menschen sollen haben und genießen, was ihnen zusteht.

Du wirst das Eigentum der anderen achten.

Du wirst ihren Lebensraum und ihre Arbeitskraft schützen.

Sei dir bewußt, dass du täglich den Dienst vieler Menschen

in Anspruch nimmst.

Trage Verantwortung für eine gerechte Verteilung der Güter dieser Erde.

Schütze deine Umwelt, das Wasser, die Luft, die Pflanzen und die Tiere.

Glück und Freude wirst du erfahren, wenn du bereit bist,

in Gerechtigkeit zu teilen.

                                              P. Helmut Schlegel

                      Aus:Zehn Regeln für ein gelungenes Leben

Die Natur ruft uns

Auch in Zeiten der Corona-Krise

wollen wir uns und andere anregen,

franziskanisch zu denken und zu agieren.

Zum Nächsten  Abstandhalten 

ist nun ziemlich tief in uns eingeprägt.

Nicht dessen trotz ist die Natur um uns herum

eine Möglichkeit die Nähe Gottes

zu erfahren und zu genießen.

Was die Natur uns zu sagen hat

- nicht nur zur Corona-Zeiten-

unterstreicht ein Zitat von Khalil Gibran.

 

Aber das Herz

 

Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was die Vögel sagen oder was der Bach vor sich hinmurmelt oder was die Wellen flüstern, wenn sie langsam und sanft den Sand berühren. Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was der Regen spricht, wenn er auf die Blätter in den Bäumen fällt oder wenn er aufs Fensterbrett tropft. Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat. Aber das Herz der Menschen ist imstande, die Bedeutung dieser Stimme zu fühlen und zu begreifen.

                                                                                     Khalil Gibran

Papst Franziskus und Hl. Franziskus

 

 In seinem Enzyklika "Laudato si" betont Papst Franziskus  seine besondere Beziehung zum Hl. Franziskus: erstens, durch die Wahl seines Namens als er Bischof von Rom wurde; zweitens,  durch die Themen seines Lebens, die für den Papst gleich Programm werden sollten.

In seinem Enzyklika "Laudato si" spricht er von seiner großen Sorge um das gemeinsame Haus, unsere Erde,

und ihre Lebewesen.

Hl. Franziskus war ein Mystiker, der in Einfachheit und Harmonie mit Gott, mit anderen, mit der Natur und mit sich selber lebte.

Auch heute zeigt er uns, wie unzertrennlich die Verbindung ist, zwischen Sorge für die Natur, Gerechtigkeit für die Armen, gesellschaftliche Engagement und innerer Frieden.

 

Wir  Franziskanerinnen

von Erlenbad geben

durch die Gelübde Antwort

auf den Ruf Christi und leben

in Gemeinschaft an Orten mitten unter den Menschen und

im Mutterhaus "Kloster Erlenbad" in Sasbach bei Achern.

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